Seiteninhalt

Wander-und Radwegeführer im Oberpfälzer Seenland

Unsere wunderschöne Oberpfälzer Seenlandschaft mit den rekultivierten Flächen und den gezielt angelegten Seen bietet einen sehr hohen Freizeit- und Erholungswert. Um diese Landschaft genießen zu können, sind Wander- und Radwege ausgearbeitet und beschildert worden, die jedem die Möglichkeit geben, sich rund um Wackersdorf wohl zu fühlen.

Die Besonderheiten dieses Wander- und Radwegenetzes liegt darin, dass alle sieben Wege mehrere Überschneidungspunkte haben und dadurch Wegstrecken von 5 km bis 32 km individuell genutzt werden können.

Jeder Einzelne soll die Natur und unserer Umgebung genießen können, das ist die Zielstetzung der Gemeinde Wackersdorf und des Tourismus- und Kulturverein Wackersdorf e.V.

Geotop Nr. 99 - Wackersdorfer Braunkohle

Bis 1982 wurde im Bereich Wackersdorf / Steinberg am See durch die Bayerische Braunkohle Industrie AG (BBI) im großen Stile Braunkohle abgebaut. Viele Tagebaugruben wurden noch während der Zeit der Kohleförderung mit Abraum aus neuen Gruben aufgefüllt. Nach dem Ende der BBI hat man mit großem Erfolg versucht, durch Rekultivierung die restlichen Gruben wieder ins Landschaftsbild zu integrieren. Hierbei sind beispielsweise der Murner See, der Brückel See und der Steinberger See entstanden und bilden heute ein überregional bekanntes Freizeit- und Erholungsgebiet.

Im ehemaligen Abbaugebiet Westfeld südlich von Wackersdorf ist noch heute ein Kohleflöz sichtbar.
Dieser geologisch und bergbaugeschichtlich bedeutende Aufschluss stellt das Geotop Nr. 99 dar.
Die E.ON Energie AG die Eigentümerin der Grundstücke ist, auf denen sich das Geotop befindet,
gestattet der Gemeinde Wackersdorf den Bereich  des Geotop der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gemeinde übernimmt im Gegenzug die Unterhalts- und Verkehrssicherungspflicht für die Vertragsfläche.
 
Durch E.ON wurden eine Besucherplattform sowie ein entsprechender Zugang errichtet. Dabei wurde mittels besucherlenkender Maßnahmen, wie Geländer, Aussichtsplattform und Abgrenzungen, darauf geachtet, dass die Natur des Geotops nicht durch die Besucher beeinträchtigt wird. 

Öffnungszeiten
1. April – 30. Oktober täglich von 7:30 Uhr – 20:00 Uhr
In den Wintermonaten ist das Geotop auf Anfrage zu besichtigen.
Auch außerhalb der Öffnungszeiten sind Gruppenbesichtigungen möglich. Anmeldung unter 09431 / 74 36 – 0.

Geotop - Flyer

Knappenseerundweg

Der gesamte Rundweg hat ein Länge von 3.890 m.
Dabei erstreckt sich der Weg auf Gemeindegebiet Wackersdorf  mit 2.490 m, wovon 1.760 m Schotterweg neu erstellt wurde. Weiter wird auch der bestehende asphaltierte Radweg an der Industriestraße mit einbezogen (730 m). 
Im Gemeindegebiet Steinberg am See erstreckt sich der Weg über 1.400 m - davon 345 m auf asphaltierten Radweg an der Industriestraße, 545 m auf der Dammwegstraße  („Seepromenade“) sowie 530 m Schotterweg.
 

Der neu erstellte Weg im Bereich der Gemeinde Wackersdorf weist  Steigungen auf, die nicht zu vermeiden waren, ohne zu stark in die Geländegegebenheiten eingreifen zu müssen. Dadurch hat man die „Not zur Tugend“ gemacht und die Wegeführung in diesem Bereich belassen, um  den natürlichen Charakter und die geländetypische Ursprünglichkeit weitgehend zu erhalten. Diese Passagen sind zum Wandern geeignet und dem sportlichen Radfahrer bieten sie einen besonderen Anreiz.

Das Projekt „Seerundweg Knappensee“ wurde in Zusammenarbeit mit der ARGE Schwandorf, dem Kolpings-Bildungswerk und der Gemeinde Wackersdorf innerhalb von drei Jahren, jedoch mit Unterbrechungen erstellt.
 
Gesamtlänge                                            3.890 m 
auf Gemeindegebiet  Wackersdorf      2.490 m
Gemeinde Steinberg am See                1.400 m
 
Ausstattung: 18 Bänke und  6 Tische
 
Wegeverhältnisse:
Teilweise sehr erschwerte Verhältnisse, da einige steilere Hanglagen zu überwinden sind.

 

Naturlehrpfad

Braunkohleabbau in der Oberpfalz

Während südlich von Wackersdorf bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts Braunkohle in größerem Stil abgebaut wurde, begann die Kohlegewinnung im Gebiet Rauberweiher nördlich Wackersdorf 1963 und dauerte bis 1982: Damit ging die Braunkohlen-Ära in der Oberpfalz zu Ende.

Rauberweiher-Seenkette

Nach Abschluss der Kohlegewinnung kam im Gebiet Rauberweiher nur eine Rekultivierung als Seen in Frage. Wegen des großen Höhenunterschieds entschloss man sich zu einer Gliederung des Geländes durch drei Dämme, so dass vier große Seen entstanden: der Murner See mit 90 ha, der Brückelsee mit 145 ha, der Ausee mit 121 ha und der Lindensee mit 24 ha.

Landschaft im Wandel

Der Kohlebergbau veränderte die Landschaft. Während ursprünglich ein Mosaik aus Teichen, Sümpfen sowie kleinen Wäldern, Wiesen und Äckern die Landschaft prägte, sind es heute vier große Seen, die mit ihrem Umfeld nach und nach von der natur zurück erobert werden.

Die Pflanzen- und Tierwelt

Die Lebensbedingungen in den Tagebauseen sind wegen des sauren Wassers sehr ungünstig. Nur unempfindliche Spezialisten sind in der Lage, sich dauerhaft anzusiedeln. Im Laufe der Zeit wird sich die Situation verbessern.
Bis jedoch Fische und andere höhere Lebewesen alle Seen uneingeschränkt besiedeln können, wird es aber noch lange dauern. Zum Baden sind die Seen jedoch völlig unbedenklich.
Von großer Bedeutung als Lebensraum von Pflanzen und Tieren sind aber bereits ausgedehnte Bereiche um die Tagebauseen. Auf den Uferböschungen und Wiesenflächen um den Ausee wurde beispielsweise eine Reihe von zum Teil sehr seltenen Vogelarten nachgewiesen.
In anderen Bereichen, südlich des Murner Sees, haben sich ökologisch sehr hochwertige Feuchtbiotope gebildet, die sich zu Nieder- und Zwischenmooren entwickeln werden.
In unmittelbarer Nähe zu den Tagebauseen liegt mit dem Charlottenhofer Weihergebiet das größte Naturschutzgebiet der Oberpfalz. Einige Arten wie die Schellente haben hier ihren bayern- und deutschlandweiten Verbreitungsschwerpunkt.

Naturschutz und Erholungsnutzung - ein Widerspruch?

Neben den großen Seen werden von den Urlabuern und Naherholungsgästen auch die landschaftlich reizvollen Gebiete aufgesucht, die für den Naturschutz ebenso von großer Bedeutung sind. Dadurch kann es zu Konflikten zwischen der Freizeitnutzung und den Ansprüchen des Naturschutzes kommen.
Durch ein gezieltes Besucherlenkungskonzept sollen die ökologisch wertvollen Bereiche der Natur überlassen bleiben. Zugleich werden jedoch gezielt Möglichkeiten zur Naturbeobachtung und Naturerfahrung angeboten.

Naturlehrpfad Murner See

Der Naturlehrpfad bietet interessante Informationen und Einblicke in die landschafts- und Kulturgeschichte der Region sowie in die Pflanzen- und Tierwelt um den Murner See. Quiz- und Ratetafeln sowie ein Barfußpfad lockern den Rundweg auf und ermöglichen Alt und Jung unterhaltsame Erlebnisse.

Der Barfußpfad wurde als Teil des Naturlehpfads um den Murner See errichtet. Er stellt einen Parcours mit 10 unterschiedlichen Belägen dar. Die Besucher werden eingeladen, barfuß mit all ihren Sinnen die verschiedenen Materialien zu ertasten und zu erfühlen. Barfuß gehen macht Spaß und ist gesund. Es regt das Herz-Kreislauf-Sysem an, reguliert den Blutdruck und wirkt durchblutungsfördernd. Durch den Barfußpfad wird nebem dem Bewegungssinn auch der Tastsinn angeregt.

Ein neu erbauter Aussichtsturm von 16 Meter Höhe ist ein Highlight des Rundweges.

Oberpfälzer Seenland Radwege

Nahezu 600 km markierter und gepflegter Radwege laden Sie ein, das Oberpfälzer Seenland bei einem Feierabendtrip oder bei einer ausgedehnten Radtour zu entdecken. Erleben Sie die Vielfalt der Oberpfälzer Hügellandschaft mit ihren weiten Flusstälern, den einzigartigen Seen, den großen Waldgebieten und den zahlreichen kleinen und großen Kultursehenswürdigkeiten.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier: Oberpfälzer Seenland Radwege.

Oberpfälzer Seenland Wanderwege

Das Oberpfälzer Seenland ist wirklich ein Wanderparadies - mehr als 700 km markierte und gepflegte Wanderwege laden Sie ein, die Region zwischen Schwandorf und Neunburg vorm Wald sowie zwischen Schwarzenfeld und Nittenau bei einem Spaziergang oder bei einer ausgedehnten Wanderung zu entdecken.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier: Oberpfälzer Seenland Wanderwege

Vier-Seen-Weg 4S 32 km

Vom Rathaus Wackersdorf, (Infoterminal), gehen Sie geradeaus in Richtung Sporthalle. Sie lassen die Sporthalle links liegen, wenden sich nach rechts und biegen dann in die nächste Straße links ein (rechts kleiner Wald) und wandern geradeaus bis Sie den Wander-/Radweg (rechts ehemalige Tankstelle) erreichen. Sie gehen 1.7 km bis zu einer Unterführung (B 85), dann einige Meter geradeaus und überqueren die Straße zum Museumslehrpfad. Hier können Sie beim Kalvarienberg rasten und gelangen durch den Lehrpfad auf den Wander-/Radweg, der Sie nach 1.3 km zum Damm zwischen Knappensee und Steinberger See führt.

An der Info-Tafel biegen Sie rechts in den Waldweg und erreichen auf dieser Strecke nach ca. 700 m die Wasserskianlage „"WildWakeSki“" am Steinberger See (1. Einkehrmöglichkeit). An der Skianlage vorbei geht es ca. 800 m auf dieser Strecke weiter in Richtung Segelschule „"Gaststätte Seeblick"“ (2. Einkehrmöglichkeit). Auf dem Weg Nr. 1, der mit Nr. 2 gleichläuft, wandern Sie um den Steinberger See. Nach 3 km erreichen Sie ein Wohngebiet direkt am Steinberger See. Sie folgen der Straße am See, bis Sie nach ca. 600 m vom Wohngebiet nach links in den Wander-/Radweg einbiegen. Nach ca. 500 m kommen Sie (hier treffen Weg Nr. 1, 2, und 3 zusammen) vor dem Damm zwischen Knappensee und Steinberger See zu einer Wegkreuzung und biegen hier nach rechts ab. Zunächst wandern Sie geradeaus, biegen nach ungefähr 500 m links ab und kommen nach etwa 300 m zum „"Geologischen Lehrpfad“", bei dem Sie rechts abbiegen. Nach ca. 300 m gehen Sie links, nach etwa 500 m wieder links und kommen zur "„Mooreiche". An der folgenden Weggabelung gehen Sie rechts weiter, biegen nach ca. 100 m links ab und kommen geradeaus zu einer Unterführung.

Nach der Unterführung - rechts Wechselmöglichkeit auf Weg Nr. 5 = 5.3 km - erreichen Sie geradeaus nach ca. 800 m den Wackersdorfer Weiher. An der Wegkreuzung biegen Sie rechts ab und gehen am nördlichen Ufer des Weihers entlang. Als nächstes biegen Sie wieder rechts ab (Zusammentreffen mit Nr. 2, 3). Bei der nächsten Möglichkeit halten Sie sich erneut rechts (Nr. 2, 3, 5 geradeaus) und erreichen nach ca. 500 m eine Weggabelung an der sich die Strecke mit dem Weg Nr. 7 kreuzt. Geradeaus wandern Sie etwa 800 m bis zur Straße SAD 9, kurz vor der Ortschaft Grafenricht.

Sie überqueren die Straße, wandern an einem Bauernhof (linke Seite) vorbei und biegen am Straßenschild “"Am Fuchsschübl"“ links ab. Leicht bergauf, Sie halten sich links, erreichen Sie den Trinkwasserhochbehälter am Eichelberg und genießen hier einen herrlichen Ausblick auf die bereits zurückgelegte Strecke (Steinberger See/Knappensee ca. 14 km) Wechselmöglichkeit auf den Weg Nr. 7 = 3 km. Unterhalb des Trinkwasserhochbehälters biegen Sie rechts ab und gehen geradeaus bis zum letzten Haus (rechte Seite) im Wohngebiet. Hier halten Sie sich zuerst links und biegen nach ca. 200 m rechts ab.

Zwischen Wald und landwirtschaftlichen Flächen marschieren Sie solange auf dem Weg Nr. 1, bis dieser nach ca. 700 m links in den Wald abzweigt. Die Strecke führt nach etwa 800 m zu einem Schotterweg auf dem Sie nach links abbiegen. Nach ca. 100 m (der Schotterweg verläuft nach links weiter) halten Sie sich rechts (Mitte) und laufen dann weiter durch den Wald – nach 900 m rechts am Baum ein Holzkreuz, links ein Hochsitz. Nach weiteren 300 m zweigt der Waldweg nach rechts ab (geradeaus Sicht auf Industriestraße), an dem Sie dann rechts abbiegen. Nach ca. 200 m verlassen Sie den Wald und blicken direkt auf die Go-Kart-Bahn (3. Einkehrmöglichkeit). Sie halten sich links und biegen hier nach der Unterführung rechts ab (Zusammentreffen mit Weg Nr. 4). Sie marschieren 1.5 km auf dem Wander-/Radweg entlang der Industriestraße bis diese in linker Richtung weiterführt und wandern hier geradeaus (links Parkplatz, rechts Industriebetrieb) in Richtung Villa Murano (4. Einkehrmöglichkeit). Der Murner See liegt direkt vor Ihnen.

Falls Sie hier pausieren – genießen Sie einen herrlichen Ausblick von der Terrasse über den Murner See, baden, spielen Minigolf oder springen auf dem Trampolin. Es geht weiter auf dem Wander-/Radweg um den Murner See – rechts blicken Sie auf den Brückelsee. Ein wunderschöner Wanderweg führt Sie um den See. Hier entsteht ein Naturlehrpfad in Verbindung mit dem Charlottenhofer Weihergebiet. Viele Stellen laden zum Rasten ein und bieten Ihnen immer wieder einen tollen Blick auf den Murner See. Sie erreichen nach ca. 4,5 km die Ortschaft Rauberweiherhaus. „Am Mühlgraben“ kommen Sie in das Wohngebiet, durch das Sie bis zum Feuerwehrhaus (linke Seite) weiterlaufen. Sie biegen hier rechts ab. Geradeaus, am See entlang, erreichen Sie nach ca. 500 m die 5. Einkehrmöglichkeit (Cafe Winter, rechte Seite). Danach biegen Sie rechts ab und halten sich bei nächster Gelegenheit sofort wieder links. Sie überqueren den Steg und laufen geradeaus in den Wald. Wechsel auf Weg Nr. 4 möglich = 7.8 km Sie wandern durch den Wald (rechts Gelände Bundesgrenzschutz). Dieser Weg geht 1.9 km durch den Wald (Orientierung nach Osten) bis Sie wieder den Wander-/Radweg an der Industriestraße erreichen. Bis zur Go-Kart-Bahn sind es noch 500 m. Nach dem Kreisverkehr biegen Sie vom Wander-/Radweg ab und gehen auf dem hier abzweigenden Waldweg nach rechts weiter. Auf dieser Strecke erreichen Sie nach ca. 1 km den „Glockenbrunnen“ (rechte Seite). An der Ecke vom Glockenbrunnen biegen Sie rechts und dann als nächstes links ab. Hier geht es geradeaus weiter bis Sie nach 1 km die Straße SAD 9 erreichen. Sie überqueren die Straße (links sehen Sie den Kreisverkehr), gehen ca. 100 m geradeaus und biegen dann links (vor dem ersten Haus des Wohngebietes – Grafenrichter Straße) ab. Wechselmöglichkeit auf Weg Nr. 4 = 2.5 km oder Wechsel auf Weg Nr. 7 (führt durch Wackersdorf) = 1.5 km. Nach etwa 100 m gehen Sie rechts in den Wald und erreichen nach einem kurzen Stück wieder den Wander-/Radweg entlang der Industriestraße. Auf diesem Weg bleiben Sie solange, bis Sie nach etwa 1.7 km die Hauptstraße in Wackersdorf erreichen. Sie halten sich rechts und laufen am Gasthof „Glück-Auf“ (6. Einkehrmöglichkeit) vorbei in Richtung Schule.

Hier biegen Sie rechts (bergauf) in die Schulstraße ein und erreichen den Ausgangspunkt am Marktplatz. Die „Rathausstuben“ bieten sich als letzte Einkehrmöglichkeit an.